Dienstag, 02.10.2007
10 Gründe ... Ideen umzusetzen ohne sie aufzuschieben
1. Wenn es mehr "Jas" und "Neins" als "Vielleichts" und "Abers" gäbe, wäre unsere Welt sicher sicherer und alle Menschen sicher glücklicher.
Christoph Mittler-Coe (1965)
2. Es gibt mehr Menschen, die aufgeben, als Menschen, die scheitern...
Henry Ford
3. Sich nicht zu Entscheiden ist auch eine Entscheidung.
Tiphereth
Donnerstag, 27.09.2007
SAW - Squirrels Against Workoholism
This one is dedicated to all those, who presume electromagnetic pollution being part of staple foods, who forgot the spelling of `vacation` and to those who consider Microsoft being a family member (due to the fact that data streams are thicker than water).
Hey, there is a REAL world beyond those walls...dude.
And...yep, this means you, Christa!
Growing old while being young is not an option!

And there are many things you might encounter and enjoy, if you just let it happen. Look at our fellow furry friends giving freedom a new meaning...
Mittwoch, 22.08.2007
cute'n'plushy
Dienstag, 17.07.2007
Virtual pet
Say hello to truffle!
My virtual pet from the bunnyherolabs.
Thank U guys, that little fella roxxorz.
Stubentiger-Tapir
Sonntag, 01.04.2007
Ode an die Verkehrspolitik - verkehrsrechtliche Selbstregulierung
Ich muss sagen, ich bin stolz auf unsere moderne Verkehrspolitik!
Zwar gibt es noch eine beträchtliche Anzahl von Verkehrsunfällen, die auf Menschlichkeit...pardon...menschliches Versagen zurückzuführen sind, aber dank modernster Regulierungsbehördlichkeit und dem Schlagwort "back to the roots" wird's doch jetzt zunehmend bunter im Straßenverkehr...
Das Zauberwort lautet "verkehsrechtliche Selbstregulierung" (ungefähr so gut durchdacht wie "sozialverträgliches Frühableben" und kommt auch fast aufs gleiche hinaus).

Hier ein paar der aktuell umgesetzten Beispiele:
Rezept für ein glückliches Jahr von "Mama Goethe"
Wie man weise Ratschläge gibt und ein glückliches Leben zusammenkocht, das weiß vermutlich niemand besser als erfahrene Eltern glücklicher Kinder. Hier nun ein kreativer Rezeptvorschlag von Johann Wolfgang von Goethes Mutter zum Nachkochen und evtl. Verfeinern (wer mag)...

Mittwoch, 14.03.2007
Der Wert der Zeit
Jo Blogdogs,
ab heute wird es Fragen regnen. Nur durch (interessante) Fragen kommt man voran. Es sind allerdings weniger die "Warum ist mir gerade der Pudding auf den neuen Teppich gefallen?"-Fragen (~verdammt~), als viel mehr das Hinterfragen des eigenen Seins, Tuns und vor allem Lassens.

Was ist eigentlich Zeit? Und was ist sie wert?
...
ab heute wird es Fragen regnen. Nur durch (interessante) Fragen kommt man voran. Es sind allerdings weniger die "Warum ist mir gerade der Pudding auf den neuen Teppich gefallen?"-Fragen (~verdammt~), als viel mehr das Hinterfragen des eigenen Seins, Tuns und vor allem Lassens.

...
Mittwoch, 01.11.2006
Sachliche Romanze

Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andern Leuten ein Stock oder Hut.
Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wussten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.
Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagt, es wäre schon Viertel nach vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.
Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen allein, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.
- Erich Kästner
Dienstag, 31.10.2006
10 Dinge... - Ein Ratespiel

Gesucht wird diesmal etwas, in das ich letzten Samstag geraten bin...
1. Kreischende Menschenansammlung
2. Chaos
3. Tränen der Verzweiflung und/oder des Schmerzes
4. Mitbürger, die sich das Spektakel untätig und seelenruhig anschauen
5. Prellungen, Schürfwunden und Verstauchungen
6. Umherfliegende Gegenstände
7. Netze und andere Hindernisse, die eine Flucht erschweren
8. Nur ein (!) bewachter (!!) Ausgang
9. Ablegen aller Schutzmöglichkeiten vor Eintritt (insbesondere Schuhe)
10. Kein Ordnungspersonal, keine Regeln (bis auf eine)
Nun, es klingt ganz nach...
2. Chaos
3. Tränen der Verzweiflung und/oder des Schmerzes
4. Mitbürger, die sich das Spektakel untätig und seelenruhig anschauen
5. Prellungen, Schürfwunden und Verstauchungen
6. Umherfliegende Gegenstände
7. Netze und andere Hindernisse, die eine Flucht erschweren
8. Nur ein (!) bewachter (!!) Ausgang
9. Ablegen aller Schutzmöglichkeiten vor Eintritt (insbesondere Schuhe)
10. Kein Ordnungspersonal, keine Regeln (bis auf eine)
Nun, es klingt ganz nach...
Sonntag, 29.10.2006
TT

You found me...
Congratulations! The first step is taken.
As "Google knows the answer" how to find me, this is the place to encounter further responses, e.g., who I am...
Enjoy having a look around and feel free to dig into my realm.
I'd appreciate to read from you soon.
Tapir aka TT
Samstag, 28.10.2006
Erscheinung...

Es kommt jedoch der Moment, indem man die Augen wider Willen schließen muss. Öffnet man sie erneut in sehnsuchtsvoller Erwartung, so ist es fort. Was Dich erwartet, das ist der gewohnte Alltagstrott. Die Welt hat Dich wieder in ihr ewiges Kreisen mit einbezogen, das Laufrad dreht sich weiter, als sei nie etwas ander(e)s gewesen.
Was bleibt, ist eine vage Erinnerung an etwas, das vielleicht gar nicht real gewesen. Zu konkret, um es zu vergessen und dennoch zu vage, um es greifen zu können. Adé...
Es gab eine Zeit, in der war dieses Erleben der Welt unser aller Alltag. Es war eine Zeit, in der es noch Magie gab und alles möglich war. Wir waren Kinder...
Tapir
Donnerstag, 26.10.2006
Google knows the answer

Is Google almighty? Well, mayhaps not (yet).
I bet I know, how you found me...and I guess,
Google knows the answer, too! ;]
So, here're a few things you could look for in the web's number one information center - Google:
1. Yourself - Your own presence in the web? Who writes what about you? - Google knows the answer
2. Names - Get to know people or companies? Checking out your friends names? - Google knows the answer
3. Words - The correct spelling of a word? - Google knows the answer
4. Facts & figures - Statistics are spread across the web, but where to find which? - Google knows the answer
5. Background information - Interested in how stuff works? - Google knows the answer (and the site www.howstuffworks.com as well, of course)
6. Popularity of topics - What are people writing about? Certain phrases and topics that are virtually in voque? - Google knows the answer
7. Guides - recipes? - Google knows the answer
8. Fun & nonsense - weird stuff, jokes, pictures and things you never would've been dreaming of to look for in the web...? - Google knows the answer
9. Where to spend your holidays? - Google knows the answer
10. ME - the way, you encountered this article and its author (probably) - And again: Google knows the answer
Somehow scary, isn't it?
And I bet, I told you: Google knows the answer! ;]
Tapir
Mittwoch, 27.09.2006
10 Dinge..., die toll an Tapiren sind
Die Tapire (tapiridiae) und was sie ausmacht...(i.m.h.o.)

1. Sturheit und Power (Verwandtschaft mit Pferden & Nashörnern)
2. Unscheinbar, aber gefährlich (scharfe Zähne & ein Biss wie ein Dachs)
3. Gute Schwimmer und Wasserliebhaber
4. Der Name an sich (von alten brasilianischen Indianern in der Tupi-Sprache benannt)
5. Robustheit und Ausdauer der Sippe (min. 35 bis 55 Mio. Jahre alt...aus dem Eozän)
6. 2 m lang und so schwer wie ein halber bis ein ganzer weiblicher Grizzly (ca. 300 kg)
7. Ein exzellenter Geruchssinn und ein voll schwenkbarer Rüssel !!
8. Jungtiere bringen ein Jahr lang Farbe ins Spiel (siehe Bild)
9. Kennt nicht jeder / gesellschaftlich unterbewertete Spezies
10. Nachtaktive Einzelgänger !!!
Und hier noch ein Service für Tapirliebhaber:
Tapir
2. Unscheinbar, aber gefährlich (scharfe Zähne & ein Biss wie ein Dachs)
3. Gute Schwimmer und Wasserliebhaber
4. Der Name an sich (von alten brasilianischen Indianern in der Tupi-Sprache benannt)
5. Robustheit und Ausdauer der Sippe (min. 35 bis 55 Mio. Jahre alt...aus dem Eozän)
6. 2 m lang und so schwer wie ein halber bis ein ganzer weiblicher Grizzly (ca. 300 kg)
7. Ein exzellenter Geruchssinn und ein voll schwenkbarer Rüssel !!
8. Jungtiere bringen ein Jahr lang Farbe ins Spiel (siehe Bild)
9. Kennt nicht jeder / gesellschaftlich unterbewertete Spezies
10. Nachtaktive Einzelgänger !!!
Und hier noch ein Service für Tapirliebhaber:
Tapir
Mainstream
Der Mainstream - oder wie ich ihn gern nenne:
"Der Pfad der toten Fische"
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom...das haben sich auch die Lachse gedacht...

Katzen...sind da gaaanz anders:

Tapir
Samstag, 23.09.2006
10 Dinge..., die Suchende zum Tapir führen
Was Google-Pilger zu T-Time treibt...Ein Ausschnitt aus dem Suchwort-Katalog:

1. Nah und doch so fern
2. "Fisch Maec" "kein Fisch"
3. Wo ich bin da will ich sein
4. Cheryl Costello poems
5. Die Killerkatze
6. Geschichten die das Leben schreibt
7. Estland
8. Was ist ein Tapir
9. Heiliger Koala
10. Ideale preisgeben
Tapir
2. "Fisch Maec" "kein Fisch"
3. Wo ich bin da will ich sein
4. Cheryl Costello poems
5. Die Killerkatze
6. Geschichten die das Leben schreibt
7. Estland
8. Was ist ein Tapir
9. Heiliger Koala
10. Ideale preisgeben
Tapir
Freitag, 22.09.2006
§§-Steinigung: Des neuen Schuldrechts Schuld!
Es ist zum Wiehern...

Oh, Du blinde ... Maid. Tausche Schwert und Augenbinde besser gegen Brille und Duden, damit Du besser siehst und verstehst...
Hoppla, da fehlt doch was! Das Prüfungsschema hört auf dieser Seite einfach unvermittelt auf...Oh Freude? Im Gegentum, da fehlt was, und zwar gehörig!
Ich glaub, mein Biber birst oder mein Otter quiekt! Ich meine, das kann...das darf...das war's... Verdammte AXT!
Des Paragraphen neue Kleider? Der Annahmeverzug des Gläubigers hat sich aus dem kosmischen Staub gemacht.
Mittwoch, 20.09.2006
Juristenhumor - "Es gipt keine Katofeln mer"
Mein Rechtsskript ließ es sich auch diesmal (ca. einige hundert Seiten später) wieder nicht nehmen, den Rechtssachverhalt anhand eines lustigen Beispiels zu verdeutlichen.
Heute: "Unmöglichkeit der Leistung innerhalb einer Gattungsschuld" oder mit anderen Worten: Es gipt keine Katoffeln mer!
10 Dinge..., die auch eine einsame Insel nicht vermissen lässt

2. Murphy's Gesetz
3. Die ewige Frage: Was gibt es heute zu essen?
4. Fernweh
5. Ungebetene Gäste
6. Hinterlassenschaft von Biomasse (Häufchen)
7. "Probleme" & Wehwehchen
8. Regentage
9. Monotonie
10. Einsamkeit
Freitag, 15.09.2006
Zitat des Tages...
"Nur wer satt ist, sucht nicht länger nach Nahrung." - von ??
Natürlich gilt ebenfalls: "Nur wer sitt ist, sorgt sich nicht um den Quell."
Ein weiser Spruch, der sich hervorragend ebenso auf den Wissensdurst übertragen lässt:
Wir werden wohl oder übel Tag ein Tag aus von allen Seiten mit Fakten und Infos bombardiert, die uns offen gestanden...
Juristenhumor - Von der chinesischen Mafia und UPS
Wie ein Ackergaul pflüge ich derzeit mühsam durch den Schuldrechtsdschungel unseres deutschen Rechtssystems. Doch die rar gesäten Beispiele tragen Früchte und bringen nicht nur Licht ins Dunkel, sondern bisweilen auch gute Stimmung und Humor ans Tageslicht.
Dabei fing alles so harmlos an...
Donnerstag, 14.09.2006
Stumbled across an overwhelming poem
I just found something, I'd like to share with the world...
This poem is quite touching (i.m.h.o.).
It's written by Cheryl Costello-Forshey (in 2000, I think).
Daddy's Day
Her hair was up in a pony tail,
her favorite dress tied with a bow.
Today was Daddy's Day at school,
and she couldn't wait to go.
But her mommy tried to tell her,
that she probably should stay home.
Why the kids might not understand,
if she went to school alone.
Her hair was up in a pony tail,
her favorite dress tied with a bow.
Today was Daddy's Day at school,
and she couldn't wait to go.
But her mommy tried to tell her,
that she probably should stay home.
Why the kids might not understand,
if she went to school alone.
SinnBefreit (2)
Inspiration - Bürde des Dichters oder die Kunst, Mensch zu sein?
Nichts ist eintöniger als die Aufforderung, auf Kommando kreativ zu sein, wenn man keinen Ansatzpunkt findet.
Aber, zum Glück hat die Wissenschaft auch hier bereits tausendund(k)eine Lösung gefunden, um einem den Spaß zu verderben, obwohl...man die staubig-unkreativen Techniken vom "Brainstorming" bis zum "morphologischen Kasten" natürlich auch zweckentfremden kann...
SinnBefreit (1)
Je später der Abend (oder früher der Morgen), desto flacher die Witze im ICQ-Dialog. Den vierbeinigen, beäuterten und muhenden Vogel hierbei hat wohl Nic abgeschossen:
Mittwoch, 13.09.2006
Job gefällig? Proggerfestanstellung winkt...
Für einen Kunden in Köln bin ich auserkoren, einen fähigen Programmierer zu ergattern. Wer Interesse hat, der melde sich doch bitte!

Folgende Rahmendaten sind gegeben:
Es handelt sich um eine junge und dynamische Full-Service Internetagentur, die sich derzeit vor Aufträgen kaum retten kann. Es winkt eine Festanstellung in Köln zu einem branchenüblichen Anfangsgehalt (beides mittlerweile nicht selbstverständlich).
Erforderliche Kenntnisse: MySQL, Flash, PHP, html und was sonst noch für's Web benötigt wird.
Akademischer Abschluss wird nicht zwingend benötigt, einzig die Sachkompetenz zählt... (klingt doch lauschig)
Falls Ihr der Programmiererei mächtig seid und Lust auf Köln habt oder jemanden kennt, dem es so geht, dann könnte man gleich mehrere Menschen glücklich machen! =]
Gruß,
Tapir
Dienstag, 12.09.2006
So nah & doch so fern...
10 Dinge..., die tödlich sein können

2. Mikado spielen mit einem Skorpionfisch
3. Ein Robbie Williams Konzert besuchen mit einer Körpergröße von IKEAS Standleuchte "Tulip" (1,62 m)
4. Mit brennenden Fackeln jonglieren inmitten einer Herde flatulierender Kühe
5. Für eine Weile auf das Gepäck eines Deutsch-Marokkaners acht geben
6. Dart spielen in/auf der ISS
7. Standing Ovations in der Achterbahn mit einer Körperlänge von IKEAS Bettgestell "Mörkedal" (2,00 m)
8. Cow tipping auf einer Weide mit Bullen
9. Das Essen auf Trans-Atlantik-Flügen
10. Das Mundspray mit dem CS-Reizgas verwechseln
Montag, 11.09.2006
Tick-Tack: §§-Overflow
So ein Fernstudium mag eine feine Sache sein, es sei denn man hat ansonsten viel um die Ohren und/oder ist jemand, der alles auf den letzten Drücker erledigen will... *sighs*
Nun, vor mir liegen insgesamt noch 800 Seiten hoch verdichtetes Skript, von denen ich nur ansatzweise einige Seiten quergelesen habe: "Schuldrecht at its best" oder besser gesagt "Paragraphen-overflow". Die Uhr tickt, und es sind noch exakt 17 Tage bis zur großen Offenbarung.
Außerdem...
Sonntag, 10.09.2006
Student At Work - Geschichten, die das Leben schreibt...
An dieser Stelle möchte ich probehalber eine meiner (fiktiven) Geschichten veröffentlichen, die mir in meiner Studienzeit aus der Feder rann.
Neben "Bastard At Work" (B.A.W.) und "ZIVI At Work" (Z.A.W.) gibt es nur bruchstückhafte Episoden im Epos "Student At Work" (S.A.W.).

Im heutigen Rückblick finde ich die Geschichten ein wenig "platt" und stereotyp, aber möglicherweise gefallen sie dennoch dem einen oder der anderen... Ähnlichkeiten mit realen Personen oder meinen tatsächlichen Ansichten sind zu verneinen!!! Geschichten sind daher immer wie ein guter Cocktail: Ein Finger breit Realität und tonnenweise Sarkasmus und Überpitzung obendrauf...
S.A.W. - Tapir beim Friseur
Es gibt Dinge im Leben, die immer und immer wieder geschehen. Wenn man
sich mal vergegenwärtigt, wie viele Stunden seines Lebens man auf dem Klo oder in der Stadtbahn verbringt (ich trenne das voneinander, auch, wenn es geruchstechnisch manchmal keinen Unterschied macht). Wie viele Tage verbringt man in Warteschlangen, beim Bezahlen oder...eben beim Friseur.
Samstag, 09.09.2006
Hier, meez, meez... Tierische Identitätskrisen
Auf meiner täglichen Odyssee, mich vom infernalischen Internet zu einem innovativen Promotions-Thema inspirieren zu lassen, ist mir irgendwie ein Avatar-Generator über den Weg gelaufen, der auf den schnurrigen Namen "meez" hört.
Bizarr genug, um lustig zu sein und sich komplett ablenken zu lassen. Man bastle sich ein 3D-Ebenbild zusammen, um es zu fotografieren und an zukünftige Ex-Freunde zu verschicken. Seltsam? Genau... Wenn sowas dabei herauskommt, ganz bestimmt:
Ich taufe ihn...öhm...Gulliver.
Das ist fast wie ein virtueller Tintenklecks. Hobby-Psychologen an die Front: Wie schlimm ist es? Bin ich noch zu retten? ;o)Tapir in Selbsthypnose...
Suchergebnis: 1 Heiliger Gral, kein Koala... Schönen Tag noch!
Dabei wollte ich doch nur einen 3D-modellierten Koalabären, einen Pinguin und einen Tausendfüßler aus dem Netz fischen...
Wanted: Neither dead nor alive, animated and fully operational would be fine. ;o)
Vergebens! Alles (Un)Mögliche habe ich gefunden, aber davon ein andermal mehr.
Es ist immerhin für einen guten Zweck (und nicht in eigener Sache!!!) ...eine Liebeserklärung im 16:9-Format bekommt heutzutage schließlich nicht jede(r). Erst recht nicht, wenn das virtuelle Rohmaterial sich versteckt...
Freitag, 08.09.2006
Indexed
I encountered a Weblog named "indexed". Index cards make up the whole content, showing the coherence of usual day matters in diagrams. Precise and unorthodox points of view.
It's quite funny and I appreciate the humor of "old bag". Thumbs up!
Let me give an example in German:
Instinkt gesteuert
nur kurz mal lang...
Dabei wollte ich mich nur kurz mal einloggen, um das Weblog schlafen zu legen... Da rauscht haarscharf an meinem Login auch schon ein Büschel Haariges vorüber.
Nanu?
Gehört da nicht Text hin? Neu Gepostetes von den anderen treusorgenden Blogtierbesitzern?

Nö, nur Haare und Meer...und mehr...aha, hmm. Ist das nun dreist oder kreativ? Egal, es wirkt, und wenn es nur das Wasser ist...blau beruhigt und am Meer bin ich aufgewachsen...den Ausflug gönne ich mir, ich klick mal drauf und geh dem Medienrauschen auf den Grund. Luft anhalten und abtauchen...
Tofu-Tapir: Geschmacksneutral & schmerzbefreit
Das hat man davon... Wenn das Öffnen der Augen bereits zum frühsportlich-ersten Fehler des Tages avanciert und man mit dem Kopf voran aufsteht, während das Unterbewusstsein den Wecker zu meucheln versucht, steht unweigerlich und in großen Lettern Scheitern auf dem Speiseplan. Hallo Welt! Was gibt's zum Frühstück?
- ohne Worte -
Dienstag, 05.09.2006
Virtueller Grabbeltisch...
Und wieder einmal muss ich als redseliger und zufriedener Kunde ein wenig Werbung machen.
Schon schlimm, aber Gutes muss erhalten werden: Mein Lieblings-Online-Dienst ist nach wie vor der große Wühltisch für alte oder mangelhafte Bücher, CDs und mehr, Jokers restsellers.

Meine Einkäufe bergen natürlich immer wieder Experimente, die zu den genannten Preisen auch mal in die Hose gehen dürfen. Diesmal war es aber ein sehr guter Schnitt...
Des Nordens Kuriositätenkabinett
Es ist nicht zu fassen... Manchmal denkt man wirklich, der Norden sei die Heimat der Bekloppten und Alkoholisierten dieser Welt...
Wir bedürfen keiner Bildzeitung, da unser Alltag auf dem Lande so unglaublich ist, dass selbst die seriöse Lokalzeitung boulevardesk erscheint... Hier einige traurige Stilblüten meiner ach so ruhigen, ländlichen Heimat:
Donnerstag, 31.08.2006
Off-topic: How do you feel right now?
According to the board thread of the online rpg illarion, I'd like to set this topic up in my blog as well...
Well, this time a picture tells more than a thousand words:
Neue Trends: Kaffeesatz Lesen mit Google
Das Stöckchen-Blog hat einen netten Zeitvertreib für zwischendurch aufgetan: Ego-Googeln!
Einfach den Vor- oder Spitznamen in Verbindung mit dem Wort 'ist' als Ausdruck bei Google suchen lassen. Daraus ergeben sich manch lustige Erkenntnisse, die man sich zu Herzen nehmen kann...oder auch nicht. Lustig ist es allemal. Einen Daumen hoch für diesen kreativen Pausenfüller.
Und natürlich - hier exklusiv - des Tapirs persönliche Erkenntnisse:
"Tapir ist"...so, hol's Stöckchen, Lycos...ähh...Google.
Dienstag, 29.08.2006
A poem - The miner's desire
It was a rainy autumn day,
When Jefrey Saunders passed away.
Lying on the stony ground.
His aching heart - still and spell bound.
Jefrey's face is numb and wet
Resting on its solid bed.
Not far from home and family -
The only member is yet...he.
No light's ray into his chamber will be lead,
Where two dull em'ralds are not finding rest -
Staring ceaselessly, illusions cursing down at
The cross. In eager grasp it's bound to chest.
But a drop of sweat while mixed with tears
As to witness this old man's last fears
Is calmly crawling down, falls, hits the floor.
No movement, sound...to witness...any more!
Where noise of breaking stones used to resound
The hush of silence is now to be found.
Deep down in the mother's lap
He rests to fill the bitter gap.
She keeps him hidden, keeps him safe
In her eternal fam'ly grave.
No memory. And flowers grow
As aeon's winds just start to blow.
But once, there was that rainy day
When a miner passed away...
©TT

Dienstag, 22.08.2006
Ein Tapir in Österreich
Servus!
So langsam habe ich mich von dem Trip nach Österreich wieder erholt. *streck*
Das klingt schlimmer, als es war: Offen gestanden war es sogar ganz im Gegenteil groß & artig! Das Wetter war entgegen meiner Annahmen bestens und wurde gar zunehmend grandioser, bis hin zu einer 29°C Dauerberieselung. =] Die Kurzreise war erfüllt von abertausenden Eindrücken (insbesondere von Gasthäusern) und muss nun stückchenweise verdaut werden...
Nach meinem Trip in die Schweiz vor einiger Zeit hatte ich ja arge Bedenken, was die Berge angeht. Wen wundert's, wenn man in einem Landstrich namens Dithmarschen aufwächst, der so platt ist, dass man heute schon sieht, wer morgen zu Besuch kommt. *23km-Blick aufsetz*
Die Vielfalt Österreichs hat mich wahrlich verblüfft: Weitläufige Täler durchziehen die bergigen Gebiete (z.B. Steiermark), pittoreske barocke und/oder gotische Bauten zieren die Altstädte, und auf Wasser muss der Tapir von der Küste auch nicht verzichten: Hier und dort schlängelt sich die Donau wie ein reißender, überdimensionierter Wildbach durch die lauschige Natur. Zudem gibt es noch den Neusiedlersee für das maritime Klima vor einem nahenden Bergkoller.
Kurz: Ein Erlebnis!
Und ein Abenteuer, bei dem, was wir uns so alles vorgenommen hatten...
Samstag, 12.08.2006
Auszeit
...kaum wach, schon wird man von 100% Luftfeuchtigkeit begrüßt. Gestern war noch Sommer...?! *seufz*
Hmm, dem Ticket neben mir zu urteilen, geht heute Nacht mein Flieger nach Österreich. Wien?

Oh, mal schauen: Die Prognose für meinen Wochenurlaub lässt mich erschaudern...wolkig bis regnerisch. Aber dafür Berge in rauhen Mengen. Alles wird gut...
Was gibt es denn in Wien morgen Schönes zu sehen?
Auf dem Rathausplatz darf beim Wiener Musikfilm-Festival Mozart gelauscht werden. Wenn's Schirme ebenso wie den Eintritt gratis gibt, bin ich doch glatt dabei. ;)
Oh, schon haben sich meine Planungsbemühungen in Wohlgefallen aufgelöst, da sich das Wiener Stadtmarketing selbst mal Gedanken gemacht hat, wie das ist, wenn man nur kurz in der Bundeshauptstadt verweilt und gern auf die Schnelle das Sehenswerteste abgrasen möchte... Die Planung meines City-Guides ist damit eigentlich schon beendet...wenn man davon absieht, dass am regnerischen Sonntag ohnehin das meiste geschlossen sein und somit im wahrsten Sinne ins Wasser fallen dürfte.
Hmpf, ich lasse mich überraschen und dokumentiere das Geschehen mit meiner Digicam. Ein verregnetes Weltkulturerbe macht zwar optisch weniger her, ist aber trotzdem amtlich!
Es grüßt das Tapir, alles wird grün!
Freitag, 11.08.2006
Neulich auf der Wache...
...da war doch was. Und je mehr der alten Fotos ich durchkrame, umso klarer wird es mir schlagartig: Mein Sommerschlaf hatte auch seine Wachphasen, z.B., als ich zur diesjährigen, obligatorischen Sommer-Party meiner ehemaligen FH getigert bin, mich mit den üblichen Verdächtigen (Benni & Friedel) verschwor und wir anschließend die Party gemeinsam stürmten...uniformiert als Polizisten mit Blaulicht auf dem Dach und allem drum und dran.
Was noch geschah? ... "classified"
Hmm, nach der "Showeinlage" jedenfalls haben wir uns dann bei Friedel auf "der Wache" getroffen und noch ein wenig außerdienstlich gefeiert:

von links: Friedel, Matt - unser ehemaliger Englischdozent, Benni und meiner einer...
Das waren noch Zeiten. ;)
Ach ja, den Organisator der Party haben wir an dem Abend auch noch "hops genommen". Der Zigarre in seiner Hand nach zu urteilen, ging es ihm aber recht gut...

So viel zum Thema: Pimp my party! ;]
Was noch geschah? ... "classified"
Hmm, nach der "Showeinlage" jedenfalls haben wir uns dann bei Friedel auf "der Wache" getroffen und noch ein wenig außerdienstlich gefeiert:

von links: Friedel, Matt - unser ehemaliger Englischdozent, Benni und meiner einer...
Das waren noch Zeiten. ;)
Ach ja, den Organisator der Party haben wir an dem Abend auch noch "hops genommen". Der Zigarre in seiner Hand nach zu urteilen, ging es ihm aber recht gut...

So viel zum Thema: Pimp my party! ;]
Von der dt. Nordseeküste nach Estland...
Zur Zeit scheint eine wahre Reisewelle ausgebrochen zu sein: Ehemalige Kommilitonen, Freunde und Bekannte zieht es in die weite Welt hinaus. Was früher mal der Traum der USA oder Großbritannien war, wird wohl aus Sicherheitsgründen auf unbestimmte Zeit verschoben. Im Trend liegt eindeutig Costa Rica (persönliche Hochrechnung)...
Umso mehr freut es mich, dass sich jemand entgegen dem Mainstream für ein anderes exotisches Auslandsjahr entschieden hat: Estland. Wieso, weshalb, warum (man die schöne Nordsee verlassen wollen könnte) und was diejenige welche dort macht, könnt ihr am besten selbst nachlesen in ihrem Estlandblog, das nicht umsonst den Titel trägt "Franzi macht Estland unsicher". Man(n) darf gespannt sein...
Was sie zweifelsfrei auf ihre ungewisse Reise nach Järva mitnehmen wird, ist ihre berühmt-berüchtigte Spontaneität & Entscheidungsfreude. ;]
Anbei, das ist Franzi:

Donnerstag, 10.08.2006
Magst Du den Keks?
Für alle, die den ausklingenden Sommer lieber mit einem verkaterten Zwerchfell als mit miesmuschelmäßiger Laune begegnen möchten, habe ich noch den Filmtipp der Saison...
Schnappt Euch Freunde, Familie und andere bereitwillige Bekannte und dann "Ab durch die Hecke!".

Ein urkomischer Tier-Animationsfilm über den Wert der Familie, die Spezies "couch potatoe" und die Antwort auf die Frage, was passiert, wenn man einem hyperaktiven Eichhörnchen ein wenig Cola kredenzt. Dieser Film geht nicht nur ab durch die Hecke, sondern auch durch alle Glieder: Lustig, bunt und dieser leichte "kann nicht genug davon haben, muss nochmal reingehen"-Effekt machen den Film zu einem Spätsommer-Muss!
Und nicht vergessen: Es sind ab heute nur noch 134 Tage bis zum Winteranfang! [Und sogar noch 143 Tage bis zum Release der Special-DVD-Edition zum Film!]
Abwesend anwesend...
Und hier erfolgt meine Rückmeldung zum Dienst...
Ich weiß zwar nicht, warum ich diesen Sommer über so träge war, aber weder die Fußball-WM noch Mr. Williams "Ich bin krank"-Tournée durch Deutschland haben mich wirklich aufzumuntern vermocht.
Nichtsdestotrotz war es ein lauschig-warmer Sommer mit gemütlichen Temperaturen und einem Sommerloch, das sich gewaschen hat.
Noch einmal strecken und dann ab ans Eingemachte...
Btw, so ging`s mir heute auch:
Ich fühle mit Dir, Bruder!!
Ich weiß zwar nicht, warum ich diesen Sommer über so träge war, aber weder die Fußball-WM noch Mr. Williams "Ich bin krank"-Tournée durch Deutschland haben mich wirklich aufzumuntern vermocht.
Nichtsdestotrotz war es ein lauschig-warmer Sommer mit gemütlichen Temperaturen und einem Sommerloch, das sich gewaschen hat.
Noch einmal strecken und dann ab ans Eingemachte...
Btw, so ging`s mir heute auch:

Ich fühle mit Dir, Bruder!!
Dienstag, 10.01.2006
Neues Jahr - neues Glück
Nach einem zünftigen Winterschlaf meldet sich der Tapir wieder zum Dienst. So lange habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht geschlafen. Bestens. Das solide Training scheint allerdings auch schon Wirkung zu zeigen. Ich könnte mich glatt noch ein Jahr "einmummeln" (so hätte es meine ehemalige Deutschlehrerhin zumindest ausgedrückt).
Tja, was gibt es Neues? Vorsätze? Jede Menge. Bereits gebrochen? Konsequent, was sonst. Die überleben meist keine Nacht lang. Motto des Tages: Ob Sonne oder Regen, ich bin dagegen. ;o)
Der beschauliche Auftakt des neuen Jahres fand auf dem Nordseedeich nahe Friedrichskoog statt. Sehr gemütlich, zweifelsohne. Wer Lust hat, sich die Natur mal aus der Nähe anzuschauen, ist herzlich eingeladen, z.B. hier oder dort einmal zu schauen.
Sehr natürlich war es jedoch nur bis ungefähr zwanzig vor zwölf, dann fing die gesamte Nordeeküste an zu leuchten. Zumindest die 200 m weit, die man in dieser Nacht überblicken konnte. Die obligatorischen Ungeduldigen, war klar. Letztes Jahr hatten Robert, Björn und ich noch zu dritt einen Spaziergang auf dem Trischendamm hinaus gewagt und wollten in aller Harmonie mit dem Meer, 2 km vom Festland aus entfernt in Richtung See gemütlich anstoßen. Damals konnte man von Cuxhaven bis nach Büsum schauen. Es war eine Sternen klare Nacht gewesen. Einzig die Bohrinsel hinter dem Wattenmeer beleuchtete die dunkle Nacht zusätzlich durch ihre etwas eigenwillige Armada von Betriebslichtern.
Das Pyromanenfest startete in Cuxhaven, die natürlich die Ersten sein wollten, gefolgt von Büsum. Schluss mit friedvollem Einklang mit der Natur. Feuerwerk von vorn und von hinten. Leider war der Ton aus gegebenem physikalischen Anlass ein wenig asynchron. Irgendwann (tatsächlich um 12) leuchtete schließlich die gesamte Deichkrone bunt auf. Die Hobbie-Raketen-Schützen, die sich auf dem Deich und davor platziert hatten, schossen aus vollen Rohren. Über dem Brandenburger Tor wird es in jener Nacht schwerlich mehr geleuchtet haben als an der Küste. Sehr stilvoll.
Doch, dieses Jahr lief es, wie gesagt, ein wenig beschaulicher. Die Wolken verdeckten die Sicht, Robert hat sich nach Norwegen abgesetzt, und so celebrierten Björn und ich am Deich den alten Brauch. Mal gucken, was 2006 so zu bieten hat. Die Zeit ist jedenfalls reif... wofür auch immer.
Und die Moral von der Geschicht'? Dinge ändern sich (oder auch nicht). Wer mit Erwartungen in den Tag startet, wird am Ende nur blind für die schönen Seiten des Lebens. Die Aussicht war im Vorjahr besser, aber einmalig ist wohl jeder Tag, ob es nun der 31.12. oder der 29.2. ist. Stagnation und Alltag sind Worte, die wir aus unserem Sprachgebrauch verbannen sollten. Jeder Tag hat sein Gutes, und sei es die Tatsache ist, dass es einem eigentlich ziemlich gut geht. Auch beständiges hat immer wieder einen neuen Reiz. Was man daraus macht, liegt doch in jedem selbst verborgen.
Wobei mir noch Zitat einfällt: "What's the craziest thing, you've done lately?"
Sonntag, 18.09.2005
Nacht
Ich trete vor die Tür des Best Western Hotels und wandere durch die Nacht...nach Hause. Die Klänge der Hochzeitsgesellschaft begleiten mich in die Stille. Es ist erstaunlich kühl. Mit diesem Moment scheint der Spätsommer auch in Bielefeld sein Ende gefunden zu haben.
Dennoch stand die Hochzeit von Charmaine und Christian unter einem warmen Sonnenstern und wurde von einem strahlend blauen Himmel begleitet. Auch jetzt ist der Himmel noch glasklar. Die Sterne funkeln am Firmament und ein satter Vollmond hüllt die nächtlichen Konturen in ein fahles blauweißes und kaltes Licht wie ein Bühnenscheinwerfer (wenn man nicht davor steht, versteht sich).
Da sich meine Kommilitonen nicht auf einen organisierten Abmarsch einigen konnten und diverse Sammeltaxi-Debatten im Taumel der Tanzmusik versandeten, machte ich mich auf eigene Faust auf den Weg. Von dem Portier lasse ich mir noch kurz erklären, wo ich eigentlich gelandet bin: Im Best Western Hotel, an der A2, im Nirgendwo des Südostens von Bielefeld. Nun ja, was soll's. Ich mustere den Stadtplan und stapfe von dannen...
Aller guten Planung zum Trotze bemerke ich erst auf der Autobahnbrücke, dass ich mich (mal wieder) verlaufen zu haben scheine. Grande, ein Orientierungssinn wie eine schnurrbarthaarlose Katze. Miau! Ich kehre endlich um, als mir die Bushaltestellenschilder auch den letzten Hoffnungsschimmer auf die richtige Richtung nehmen.
Wieder am Hotel angelangt, geht es weiter in die nun vermeintlich richtige, andere Richtung.
Auf der Kreuzung vor mir steht ein Lastwagen quer. Ein Beifahrer schlendert mir entgegen und fragt mich nach dem Weg zum "Groß market". Hey, da hast Du ja den richtigen gefunden. Ich bemühe mich redlich, warne ihn aber zugleich vor meinen Wegprognosen, die vermutlich nicht einmal mit dem Lesen des Kafeesatzes von gestern mithalten können. Er bedankt sich artig. Einige Schritte später drehe ich mich um und erblicke auf der 4 m² großen Tafel die Richtung zum gesuchten Industriegebiet (wer hätte das gedacht?). Hmm, und nun? Fliegenden Schrittes eile ich dem ahnungslosen hinterher und erwische ihn, noch kurz bevor er den Bock wieder besteigt. Er bedankt sich wiederum artig. Ich jogge weiter durch die Nacht in Richtung des heimatlichen Sprudelweges.
Warum ich laufe, weiß ich gar nicht so recht. Ich bin mit Abstand einer der faulsten und unsportlichsten Menschen auf diesem sonst so wuseligen und aktiven Planeten. Ich mag es nicht, weniger als zwei Bodenkontakte zur Zeit zu haben. Alles über einen Spaziergang hinaus ist Sport. Üärgs. Aber ich hasse Stagnation, und ich will nach Hause. Also, im Dauerlauf voran.
Vorüber an hühnenhaften Baumgruppen zu meiner Rechten, die in dem dunstigen Lichtschein des Mondes einen malerischen Anblick bieten, hüllen mich bereits die aufziehenden Nebelschwaden eines nahen Feldes ein. Eine unwirkliche Atmosphäre.
Doch diese Stadt schläft nicht. Auch in den entlegensten Winkeln tummelt sich am Sonntagmorgen um 2:30 Uhr noch Leben. Nachtbusse schaffen die ersten Schnapsnasen vor ihre Haustür. Sie schauen mich verdutzt an: Ein hageres 2-Meter-Männchen in hellem Anzug joggt durch die Finsternis an ihnen vorüber. Nun ja, vielleicht sehen sie auch gerade wieder rosa Elefanten auf einem Lama vorbeireiten. Man weiß ja nie, was der Pegel so in sich birgt. Das Spucken erspare ich mir aber sicherheitshalber.
Die Straßennamen passen nicht mehr zu der Karte in meinem Kopf. Ich habe mich (mal wieder) verirrt? Ich zerknülle den Plan in Gedanken und jage ihn anschließend durch einen virtuellen Schredder. Ich ertappe mich dabei, wie ich wieder einmal das Thema Beziehungen aufdrösele. (Hätte die Karte nicht wegwerfen sollen.) Dann verlassen mich die guten Geister schlagartig, und ich falle schnaufend in den gewohnten Spazierschritt zurück. Mist auch.
Etliche Minuten sturen Gehens später erblicke ich eine Bank. Kurz dahinter eine Eisdiele. Wenn mich nicht alles täuscht, dann weiß ich wieder, wo ich bin (wäre das das erste Mal in meinen drei Jahren "Wohnhaft"...pardon..."wohnhaft" in Bielefeld"). Eine halbe Stunde sollte mich noch von meinem Heim trennen. Hätte ich den Weg an der Hauptstraße eingeschlagen, könnte ich dem OBI-Biber noch einmal ungeniert die Zunge herausstrecken, aber das ist eine andere Geschichte...
Erfüllt von neuem Ansporn biege ich in den unbeleuchteten Seitenweg ab. Hier offenbart sich das schimmernde Mondlicht in seiner vollen Pracht. Vorüber an Schrebergärten und dem Friedhof trabe ich nun wieder in der Hoffnung, bald daheim zu sein. Doch auch dieser Trott währt nicht lang. Da rächt sich die Unsportlichkeit. Über unwegiges Gelände geht es nun Schritt für Schritt querfeldein durch den schleierhaften Bodennebel. In einem Moment scheint mir, als hätte ich Hufe auf der Weide neben mir gehört.
Etlichen Nagern und anderen scheuen Nachtgestalten begegne ich auf diesem Pfade an dem noch so jungen Morgen. Sollten die Biester nicht schlafen? Ein wenig mulmig ist mir schon, allerdings wiegen mich die Lamm-, Schweine- und Putenstücke in meinem Bauch in der Sicherheit, dass ich immerhin noch das größere Raubtier von den anwesenden bin. Also, hütet euch, ihr Schlammkriecher! Ich bin zwar nach dem gigantischen Festschmaus pappsatt, aber nach der sportlichen Betätigung sage ich auch zu einem Imbiss auf dem Wege nicht nein.
Der Weg wird nun von Bäumern überwuchert, so dass nur sporadisch hier und dort ein schwacher Lichtsrahl seinen Weg surch das Dickicht findet. Finsternis umringt mich. Zudem scheint der Boden feuchter zu werden. Uff. Wieder falsch abgebogen? Als ich gerade beginne, an mir zu zweifeln, taucht auch bereits wieder Licht am Ende des Tunnels auf: Ich nähere mich der Hauptstraße!
Es ist kurz vor drei: Die Stadt erwacht nach ihrer kurzen ruhepause wiede zu neuem Leben, so scheint es. Dutzende PKW sind bereits wieder auf ihrem Weg von A nach B. Wobei mir Brecht in den Sinn kommt: "Wer A sagt, muss nicht auch B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war." Egal, heim. Das ist richtig, und da gibt es auch keine zwei Meinungen!
Nach einer guten Stunde (die ersten Verirrungen nicht mitgerechnet) erreiche ich die Haustür. Es ist kurz nach drei und die Sonntagszeitung erwartet mich bereits: Ein inhaltsleeres und dafür kostenfreies Anzeigenblättchen, das seine Existenz meist als Beigabe für die Biotonne fristen muss. Aber: Pünktlich um drei im Kasten. Tse...
Jetzt widme ich mich wieder meinen Veröffentlichungen, dusche dann kurz und sitze mit etwas Glück um neun bereits im Zug nach Bochum.
Ein faszinierender Tag und eine außergewöhnliche Nacht, die, wie's scheint, nicht allein zum Schlafen da ist.
Samstag, 03.09.2005
The Lonely Giant
[...]
But the giant who was lonely was different. He had long since lost his rule book and had never bothered to get it replaced. He didn't go around stamping and roaring because he couldn't see much point in it. It only made your feet sore and gave you a headache. Besides that, it frightened people away and he didn't want to frighten people away. He wanted to be friendly.
What made him especially different from other giants, though, was that he was always thinking, and what he was always thinking about was how much alone he was. [...]
- Alasdair MacLean ("The Lonely Giant")
Donnerstag, 25.08.2005
Brunch - jetzt neu: Ohne Geschmack!
Dieses Fundstück ist zwar nicht aus dem Netz, aber teilweise ebenso virtuell und geschmacksneutral.
Wem Margarine und Butter zu langweilig sind, der greift zu Brunch. Soweit war ich bislang auch schon in meinem Leben. Ob Kräuter oder leicht scharf (ich frage mich noch, immer, was man in Deutschland kaufen muss, um wirklich etwas Scharfes zu bekommen...), alles essbar und zudem delikat.
Wenn einen dann noch wochenlang etwas anstrahlt, auf dem der Aufdruck "neu" prangt, dann probiert man es halt auch mal aus.
"Brunch légère" mit Joghurtverschnitt und 15% Fett. Neu ist daran, dass Lätta den Geschmack vergessen hat. Eine weiße Füllmasse, die mit etwas Fantasie nach Joghurt riecht. Großartig.
So schlimm, dass man deswegen gleich springen müsste, wie die Dame auf der offiziellen Lätta-Brunch-Seite, ist es natürlich nicht. Aber ein ernüchternder Sprung ins leere Becken ist es allemal, wenn man genüsslich ins Nichts beißt und nur Substanz verzehrt. Eine Kneipp-Kur für Warmduscher?
Ich finde es zwar löblich, dass neben all der fettlosen Trockenmasse im Regal jemand zu seinen hochprozentigen Waren steht, aber aus welchem Grunde reduziert man den Geschmack auf 0%???
Das erinnert mich unweigerlich an eine Reportage des WDR, die dokumentierte, wie in Japan aus Fischresten Steaks produziert werden. Den Mörtel gut durchmischen, ein paar Geschmackstoffe, Form und Farbe. Fertig! *iargs*
Ich weiß leider noch immer nicht, was ich davon halten soll, in einer Zeit zu leben, in der man sich sicher sein kann, dass in einem Fisch Mäc garantiert kein Fisch zu finden ist, dass aber Erdbeermarmelade Spuren von Nüssen enthalten kann.
Verrückte Welt.
Weckt mich bitte, wenn die ersten nachwachsenden Schokoplätzchen aus Herbstlaub marktreif sind.
Die Geschichte der Killerkatze
Und wieder ein Fundstück von Jokers. Diesmal geht es um wollknäuelige Stubentiger.
Während wir Katzen aus Film und Comic möglicherweise getigert, frech, faul und philosophisch kennengelernt haben, offenbart in diesem Werk eine Katze ihr ganz anderes Ich: Das Tagebuch einer Killer-Katze. Schluss mit suß und pluschig!
Ein englisches Kinderbuch ab 7 Jahren. Good old Britain? Wen wundert's? Sarkasmus made in Germany wird es vemutlich erst dann wieder geben, wenn man eine Revolution anzetteln kann, ohne dabei den Rasen zu betreten oder den Knigge zu verletzen.
Fazit: Empfehlenswert!
Während wir Katzen aus Film und Comic möglicherweise getigert, frech, faul und philosophisch kennengelernt haben, offenbart in diesem Werk eine Katze ihr ganz anderes Ich: Das Tagebuch einer Killer-Katze. Schluss mit suß und pluschig!
Ein englisches Kinderbuch ab 7 Jahren. Good old Britain? Wen wundert's? Sarkasmus made in Germany wird es vemutlich erst dann wieder geben, wenn man eine Revolution anzetteln kann, ohne dabei den Rasen zu betreten oder den Knigge zu verletzen.
Fazit: Empfehlenswert!
Ideale der Kindheit, von Biene Maja zu Bimpfi
Eine ideale Grabbelkiste für Kurioses und Seltsames bietet Jokers Restsellers, ein Portal der Weltbildgruppe, auf dem Restbestände von Büchern, Postkarten, Cds und vielem mehr verhökert werden.
Mitunter finden sich dort wahre Schätze und Schmuckstücke. Aber, wo Licht ist, da ist auch...Bimpfi!
Während wir seiner Zeit noch von vorlauten, quer gestreiften Bienen und Helden in schrullig-bunten Body-Suits mit Spinnennetzoptik erzogen wurden, haben sich die Zeiten mittlerweile geändert. Heute regieren gelbe Schwämme den Zeichentrickkanal und füllen die Kaufhausregale in jedweder Form und Funktion, und minderjährige Krokodile erobern die Charts.
Auch daran kann man sich gewöhnen.
Jetzt scheinen allerdings wieder andere Seiten aufgezogen zu werden. Unser Nachwuchs wird mit sprechenden Pilzen groß. Um genau zu sein, tut sich ein Champignon namens Bimpfi in Form eines Kinderbuches hervor, um die Menschheit zu verwirren...
Die tragische Verwechslungsgeschichte eines Champignons, den man fälschlicherweise für einen Knollenblätterpilz hielt, eignet sich offiziell für Kinder ab 3 Jahren, kostet dafür aber auch nur schlappe 1,50 ?.
an dieser Stelle möchte ich einen Apell an alle Eltern loswerden: Spart nicht an der Erziehung eurer Kinder!
Man darf sich auf den Pisa-Test in einigen Jahren freuen, wenn die kleinen Fratze dann ihr Inselwissen preisgeben können. Aber, wer weiß, bei gewissen Quiz-Shows könnte es sich ja schon wieder rentieren. ;o)
Mitunter finden sich dort wahre Schätze und Schmuckstücke. Aber, wo Licht ist, da ist auch...Bimpfi!
Während wir seiner Zeit noch von vorlauten, quer gestreiften Bienen und Helden in schrullig-bunten Body-Suits mit Spinnennetzoptik erzogen wurden, haben sich die Zeiten mittlerweile geändert. Heute regieren gelbe Schwämme den Zeichentrickkanal und füllen die Kaufhausregale in jedweder Form und Funktion, und minderjährige Krokodile erobern die Charts.
Auch daran kann man sich gewöhnen.
Jetzt scheinen allerdings wieder andere Seiten aufgezogen zu werden. Unser Nachwuchs wird mit sprechenden Pilzen groß. Um genau zu sein, tut sich ein Champignon namens Bimpfi in Form eines Kinderbuches hervor, um die Menschheit zu verwirren...
Die tragische Verwechslungsgeschichte eines Champignons, den man fälschlicherweise für einen Knollenblätterpilz hielt, eignet sich offiziell für Kinder ab 3 Jahren, kostet dafür aber auch nur schlappe 1,50 ?.
an dieser Stelle möchte ich einen Apell an alle Eltern loswerden: Spart nicht an der Erziehung eurer Kinder!
Man darf sich auf den Pisa-Test in einigen Jahren freuen, wenn die kleinen Fratze dann ihr Inselwissen preisgeben können. Aber, wer weiß, bei gewissen Quiz-Shows könnte es sich ja schon wieder rentieren. ;o)
Ach, guck!
An dieser Stelle errichte ich nun mein kleines Kuriositätenkabinett: Die "Fundstücke der Woche".
Selbst, wenn man nicht viel in der Weltgeschichte herumsurft, stolpert man über allerlei seltsame Dinge in der Welt-Weiten-Wunderkiste.
Dinge, die die Welt eindeutig braucht, um darüber zu schmunzeln, die Nase zu rümpfen, den Kopf zu schütteln oder auf andere Weise unwillkürliche Lebenszeichen auszusenden...
Selbst, wenn man nicht viel in der Weltgeschichte herumsurft, stolpert man über allerlei seltsame Dinge in der Welt-Weiten-Wunderkiste.
Dinge, die die Welt eindeutig braucht, um darüber zu schmunzeln, die Nase zu rümpfen, den Kopf zu schütteln oder auf andere Weise unwillkürliche Lebenszeichen auszusenden...
Sonntag, 21.08.2005
Nachtrag - Ringlokschuppen
Ahh...feels much better now!
Das habe ich mal wieder dringend gebraucht. Diesmal wurde mein nächtlicher "Spaziergang" von dem monotonen Pfeifen in meinen Ohren begleitet. Dafür war die Luft trocken und angenehm kühl.
Gar nicht mal übel. Hätte ich gewusst, dass Bielefeld so ein nettes Fleckchen Tanztempel sein eigen nennt, dann wäre ich nicht Zeit meines Aufenthaltes in Bi-City frustriert aus den Hinterzimmerbuden-Diskotheken hinausmarschiert...
Recht vielseitig, diese Halle. Zwar pendelt man unweigerlich zwischen Dorfdisko, Ü30-Party und House-Verschnitt hin und her, wenn man sich das Zielpublikum auf den jeweiligen Tanzflächen näher betrachtet, aber es war lustig, voll und erstaunlicherweise: gute Musik. Über Geschmack lässt sich zwar nicht streiten, aber das war eine glatte 9 auf der Tapir-Skala. Und da gibt es keine zwei Meinungen!
I like to move it!
Apropos, wenn man vor nicht all zu langer Zeit Madagascar im Kino gesehen hat und nun bei einem gewissen Titel - nüchtern (!) betrachtet - auf einmal Lemuren rund um sich herum tanzen sieht, dann ist es Zeit zu gehen! Daher auch meine Auszeit vor dem Sonnenaufgang.
Over and (black) out!
Samstag, 20.08.2005
Der Bielefeld-Faktor und seine Heiligkeit in Farbe
Leben ist das, was passiert.
Nach einem sich mäßig dahin schleichenden Samstag voller Nicklichkeiten des Schicksals und dem Bielefeld-Faktor, der einem in der grauen Stadtfassade, den mürrischen Gesichtern der Ureinwohner und dem apokalyptischen Wetter entgegenschlägt wie ein gefrorener Waschlappen, beschließe ich, in aller Seelenruhe meinen Abend vor den mir noch verbleibenden 3 Fernsehprogrammen zu verbringen. Ein Hoch auf die Digitalisierung, aber drei Programme über Hausantenne und noch keinen Digital-Receiver...hmm, echt ätzend.
Der Papst hält seine Messe ab und verliest in etlichen Sprachen seine Interpretation des Evangeliums. Im Anschluss hüpft ein Animateur mit Hüten jonglierend auf dem Papsthügel umher. Ein Flitzer? Ein Zeichen? Nein, Anpassung an die kurze Aufmerksamkeitsspanne und den Abwechslungs- und Erlebnishunger der Zuschauer zu Hause, der immobilen Pilger, wie ich sie mal nennen möchte. Fortschritt ist ja so bequem... *gnak*
Mein Haushalt blickt mich traurig und wehklagend an, die Verteidigung meiner Diplomarbeit harrt der Bearbeitung...aber für heute ist der Zug abgefahren. Zurückbleiben bitte! Rien ne va plus.
Ich will gerade ins Bett, als mich Thomas anruft, um mich von meiner Resignation zu erlösen. "Ringlokschuppen". Hmm, in meinem Kopf spuken noch zu viele Gespenster, als dass ich diesen jetzt einfach ausschalten könnte. Keine gute Idee...Aber Disko? Jetzt? Muss das sein?
Nach 12 Minuten hat er mich überzeugt. Es kann nur noch bergauf gehen. Also, ab ins Nachtleben! Jünger werde ich nicht mehr, und wer sagt, dass ich meiner Traumfrau beim Einkaufen oder auf einem wissenschaftlichen Symposium begegnen muss?
Leben passiert, jetzt gerade, da draußen...
Ich muss weg!
Ain't no sunshine - eine lange Nacht
Ich wandere wieder einmal durch die Nacht. Der Regen prasselt unaufhaltsam auf die kargen Straßen und benetzt das tote Pflaster mit seinem reflektierenden Schleier. Ein dumpfes Grollen hallt vom Himmel wider. Das fahle Licht der Laternen säumt meinen Weg zu dem Ort, der mir in dieser Stadt Schlafplatz und Zufluchtsort ist. (Eine Bleibe, die als zu Hause ich niemals betrachtet habe.)
Mein Anzug ist durchnässt, und in meinem Kopf kreisen die Echos des vergangenen Tages umher. Fragmente der in der Tat merkwürdigen Ereignisse.
...in der Hochschule spreche ich meinen Nachhilfeschülern vor ihrer finalen Prüfung am kommenden Montag noch einmal Mut zu. Ihr Selbstvertrauen ist das einzige, was sie an einem Erfolg hindern könnte...
...auf dem Campus finden Vorbereitungen für die Sommerfeier statt. Es herrscht strahlender Sonnenschein an diesem Spätsommernachmittag. Die Technik streikt in Form eines Verstärkers, von dem die Moderation des Abends abhängt. Wer hätte zu träumen gewagt, dass ein Teil eines Zweiges, Gummiringe und Tesafilm zu Präzisionswerkzeugen werden können, die einen reibungslosen Ablauf des Abends garantieren sollten...
...die Party beginnt, und Dozenten wie auch ein bunter Querschnitt an Studenten versammeln sich. Dies ist eine der letzten Gelegenheiten für uns Diplomanden mit vielen der Kommilitonen und Mentoren noch einmal zu sprechen. Diese Feier ist zugleich ein Abschied von dem Lebensabschnitt, der nun unweigerlich seinem Ende entgegeneilt. Eine Schwebephase zwischen der Abgabe der Diplomarbeit und der sich anschließenden Verteidigung. Ein anderes Thema als die subjektive Zufriedenheit mit der eigenen geleisteten Arbeit steht nicht auf der "nüchternen" Gesprächs-Agenda. Ich beschließe zu gehen...
...noch halb in einem Gespräch vertieft, drückt mir ein Dozent Studieninteressenten entgegen, denen ich doch gern Fragen beantowrten und sie informieren möge. Er ist der Dekan des neuen Informatikstudienganges. Ein wenig perplex setze ich mich mit den "Aspiranten" ab und spreche mit ihnen. Was davon aus Überzeugung, aus Solidarität oder auch aus spontaner Reaktion entspringt, ist mir nicht mehr bewusst. Während ich spreche, merke ich, wie ich mir selbst nicht mehr zuhöre. Nachdem keine weiteren Fragen mehr auf mich einprasseln, weise auf die kostenlosen Getränke hin und verdrücke mich...
...ein Menschenkicker wird aufgestellt, und diverse aus der Hochschule zusammengestellte Teams treten als lebende Kickerfiguren gegeneinander an. Es gibt auch ein Dozententeam. Der Geschäftsführer unserer FH steht natürlich im Sturm und kämpft wie ein Berserker. Der Einsatz ist Programm, obwohl es nicht mal ein Preisgeld gibt. Ein faszinierendes Spektakel, das von einem jähen Wetterumschwung unterbrochen wird. Der Himmel verdunkelt sich, gefolgt von einem Platzregen, der sich in ein Unwetter ausbreitet. Zu diesem Zeitpunkt gleicht die als Kicker dienende umgebaute Hüpfburg bereits einem Swimmingpool. Ich gehe...
...auf dem Weg überredet mich ein Kommilitone bei einer inhaltlichen Einlage mitzuwirken: In Anlehnung an das in China gegründete Hochschulinstitut wollen sich zwei Kommilitonen als Sumoringer und ein weiterer als Geisha verkleiden, ein Interview geben und anschließend Bier zapfen. Das Finale bildet eine Polizeieskorte, die sie abholt. Ich werde als Fahrer auserkoren. Gesagt, getan. Die Show ist ein wahres Highlight und wird von Rufen und Jubeln begleitet, die noch weit in die Innenstadt zu vernehmen sind. Wer nicht kommt, ist die Polizei. Keine Eskorte für das furios geplante Finale. Dennoch ein Erfolg...
...im "Fahrerdress" mische ich mich wieder unter die Leute. Es ist finster geworden, und noch immer regnet es zeitweise in Strömen und daraufhin wieder erfrischend nachlässig. Der kostenfreie sowie reichlich ausgeschenkte Alkohol entfaltet bereits seine Wirkung. Es werden viele Gespräche geführt. Neben der üblichen Situationskomik geht es um die Zukunft. Im Hintergrund beginnen die Kojoten zu heulen: Es ist Karaoke-Zeit. Ich ergreife die Chance, meine letzte Bahn zu nehmen und entschwinde begleitet von den üblichen guten Zukunftswünschen, die der ein wenig gelassenen Ausschank-Brüderschaft entstammen...
Ich wandere durch die Nacht. Die Fragmente dies Tages wirbeln durch meinen Kopf. Ein Abschluss. Viele dieser Menschen habe ich vielleicht zum letzten Mal gesehen. Einige waren auch gar nicht erst da. Eine von der ich wünschte, sei sei dort gewesen, blieb auch fort bzw. verschwand (schade Stefanie, hätte dich gern mal näher kennengelernt).
Hmm, Alkohol schafft Themen und Freunde für einen Abend und einen dicken Schädel für den anschließenden Morgen...nüchtern betrachtet!
Zukunft...Ich, ein Freigeist, der sein Ziel finden muss und sich selbst treu bleiben sollte, wenn er sich nicht verleugnen will? Ich sehe hinab auf die nasse Straße, kann in der schimmernden Ebene aber nicht einmal mein Gesicht ausmachen. Ich schreite über Gehwegplatten und frage mich, ob der Weg nun wirklich ein Ziel sein kann. Auch der Weg zu einer Erkenntnis ist Mittel zum Zweck...
Ich erreiche die Wohnung. Viele Eindrücke, keine Erkenntnis. Wie auch Wasser nur das verzerrt reflektiert, was ihm gegenübersteht, so verschwimmen auch die Eindrücke des Tages.
Seltsam...melancholisch, aber eine Erkenntnis besteht dennoch: Mitnichten würde ich mein Leben tauschen wollen, noch bereue ich auch nur einen Gang durch die Nacht nach einem so ereignisreichen und merkwürdigen Tage... Nach dem Leben spendenden Regen folgt immerhin auch wieder eine sonnige Phase.
Mittwoch, 17.08.2005
Momentum
B edrückend,
I rgendwie...grau.
E rnsthaft hoffnungslos.
L ieber nicht hier sein.
E infach flieh'n!
F ort von hier: Aufbruch!
E rst langsam, dann flink,
L auf', so schnell Du kannst und...
D reh Dich nicht um.
Die Stadt zur Verschwörung.

Zukunft
Hinter mir Trümmer, vor mir Nebel...
Da habe ich nun nach allerlei technischer Scherereien und nächtelanger Fleiß- und Schweißarbeit meinem Diplom die letzte Ehre erwiesen. Und nun? Wie geht es weiter? Eine Frage, die ich mir fast schon seit einer Dekade stelle.
Gibt es doch so viele interessante Themen und Möglichkeiten und so wenig konkrete Ansatzpunkte dafür.
Eigentlich recht bizarr... Theoretisch ist dies doch die absolute Freiheit: Viele Möglichkeiten, keine Zwänge. Das große Abenteuer! Hinaus in die Welt und vieles Neues kennenlernen. Die Chance für einen neuen Anfang nutzen. Und dennoch ist sie da, die latente Angst, in XX Jahren zurückzublicken auf genau diesen Tag, an dem die folgenschwere Entscheidung fiel, und festzustellen, dass es nicht das war, was vielleicht gut gewesen wäre.
Ein weitaus konkreteres Ziel, als das, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, muss dafür schon herhalten. Die Wissenschaft als Ersatzreligion weiß da auch keinen Rat in dieser konfusen Zeit.
Janis Joblin's right: Freedom is just another word for having nothing left to lose.
So gesehen, bin ich ab heute frei, absolut flexibel und zu allem bereit. Solange ich nicht einer kriechenden Stagnation anheim falle... Ich HASSE Stagnation!!!
Sind Sie einmal einer Schnecke über einen Zeitraum von mindestens einer Stunde gefolgt? Wie lang ist das wirklich? Wie relativ ist Zeit an der Stelle? Wie unproduktiv wirkt das? Wie seltsam ist der Mensch, dass er sich solche Fragen stellt, wo es der Schnecke doch vollkommen gleichgültig ist, wie schnell sie im Vergleich zu etwas anderem ist?
Jeder lebt von seinem Erwartungshorizont, nach seinen Maßstäben und Möglichkeiten. Und so muss auch ein jeder "seinen Platz" finden oder definieren.
Genug in der Vergangenheit gewühlt, genug über die Zukunft sinniert. Anfangen, die Realität zu leben.
Wo ich bin, da will ich sein.
Also: Raus hier!
Kinder am Morgen
Geschichten, die das Leben schreibt.
Hmm, und wieder fing alles so harmlos an...
Kaum ist man mal 10 - 14 Stunden eingenickt, schon ruft die Pflicht: Der Magen knurrt. Was soll's? Ich schlendere in meine Küche und werde weder von meinem mittlerweile fließend fremdsprachigen Ökoeimer begrüßt noch von dem geltungsbedürftigen Abwasch, der sich doch so leicht vernachlässigt fühlt. Nein, bis auf das angenehme Knarren der Dielen gibt nur der altersschwache Kühlschrank ein paar röchelnde Laute von sich - wie eine asthmatisch dahin vegetierende Hyäne... Alles friedlich.
Zur Feier des Tages möchte ich mir mit meinem Besuch etwas Schönes kochen. Okay, entlarvt: Tapire können gar nicht kochen, aber zum Backen ist es noch zu früh. Ein gangbarer Kompromiss ist letzten Endes, dass ich mir Pfannkuchen wünschen und mein Gast sie zubereiten "darf". :o) Ich mag Besuch!
In stiller Vorfreude erkläre ich mich auch zu einem nachmittäglichen "Morgenspaziergang" bereit, um alle Notwendigkeiten beim Jibi-Markt um die Ecke zu ergattern. Nun mal im ernst: Wer nennt seinen Einkaufsmarkt freiwillig "Jibi"? Ich stand ohnehin unter Schock, als ich meine ersten Atemzüge in ostwestfälischer Luft tat, aber nach "Jibi" war mir da nicht zu Mute.
Egal, so what? Die Utensilien sind schnell beschafft und die einzig freie Kasse wird bereits emsig umschwärmt. Lediglich ein gellender Alarm des um Hilfe morsenden Leergutdepots und ein paar aufgebrachte Kinderbrabbeleien unterbricht das monotone Scan-Piepen der Kassiererin. Doch, es geht voran, immerhin.
Vor mir ein Vater mit seinem Sohn, der auch gleich die Chance nutzt, die Verlockungen auf dem Grabbeltisch gegen die Geduld seines Erzeugers auszuspielen. Der Tisch verliert am Ende gegen die bestimmte und dennoch gelassene Autorität des Erziehungsberechtigten. Alle Achtung.
Auf einmal dreht sich der kleine Racker um und schaut mich an...die Augen werden größer...dann guckt er wieder nach vorn...ein weiteres mal dreht er sich um, die Augen noch immer so groß wie zwei bunte Flummis. Er wendet sich an seinen Vater und sagt fordernd: So groß, will ich auch werden.
Vater (lächelnd): ...
Sohnemann (sich umdrehend): Wie groß bist Du?
Unbescholtener Tapir in Kassenschlange (schüttelt ungläubig aber vehement den Kopf): Keine Ahnung!
Kind: Zwei Meter...?
Tapir: Hmm, schon noch ein wenig mehr...
Kind: Zwei Meter und drei?
Tapir (langsam irritiert): Pfff...Döh!? Ja, ganz genau. Du hast es erraten!
Die Augen des Kindes werden noch größer (Kinnlade herunterfallend): Du bist Jan Koller!
Vater lacht, Tapir stutzt: Öhm, nein?,
Kind rechtfertigend: Was denn? Der ist doch 2,03 m. Das passt doch.
Daraufhin legt er sein Plastik-Polizei-Set auf das Laufband mit den Worten: So, das bezahl ich jetzt!
Kinder sind komische Tiere.
"Hmm, klein, breit grinsend, drollig dreinschauend und ein wenig ...'plüschig'. Das kommt mir bekannt vor", denke ich, während ich der Buddha-Statue auf meinem Tisch den Bauch tätschele.
Alles wird grün!
Samstag, 13.08.2005
Zugzwang
Nachdem ich mich nun seit einigen Monaten aus wissenschafltichen Gründen mit Weblogs beschäftige und einige meiner Freunde dem Retro-Trend zum Führen von Tagebüchern gefolgt sind (allerdings zeitgemäß in aller Freizügigkeit), bin auch ich nachdenklich geworden, ein Blog aufzusetzen.
Wir leben in einer Zeit, in der bereits die Zwanzigjährigen ihre Memoiren schreiben können. - Wer auch immer Urheber dieses Zitates ist... Es ist schon etwas dran: Unsere Zeit ist derart schnellebig, dass man schon ein schlechtes Gewissen hat, nicht bereits mit Anfang 20 in einer Midlifecrisis zu stecken.
Sei es demnach also der Gruppenzwang eines Modetrends, der Reiz, sein Leben am Ende seiner Tage statistisch auswerten zu können, sich über sein geistiges Abbild einem Psychologen zur Ferndiagnose hinzugeben oder einfach die Suche nach Fragen, Antworten und Menschen, die ähnlich denken.
Gründe gibt es genug, mich als Blogger zu outen und ins Web "hinauszuposten".
Ob das Fällen dieses Baumes tatsächlich ein Geräusch erzeugt, wenn niemand da ist, der es hören könnte, oder ob Schrödingers Katze noch bei bester Gesundheit ist, das wird die Zeit zeigen...
Fest steht jedoch: Jeder Mensch ist einzigartig - eigenartig.







